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    27. Juli 2026

    SBF See Prüfung: Ablauf von Theorie und Praxis Schritt für Schritt

    Wer den Ablauf der SBF-See-Prüfung kennt, geht entspannter in den Prüfungstag. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Beide kannst du gut vorbereiten, wenn du weißt, was dich erwartet. Hier ist der komplette Ablauf, Schritt für Schritt.

    SBF See Theorieprüfung: Ablauf und Bestehensgrenze

    Die SBF-See-Theorieprüfung läuft in fester Reihenfolge ab: Du bearbeitest einen Bogen mit Multiple-Choice-Fragen aus dem amtlichen Katalog (allgemeine Basisfragen plus spezifische Seefragen) und löst zusätzlich eine Navigationsaufgabe auf der Seekarte. Zum Bestehen darfst du nur eine begrenzte Zahl an Fehlern haben. Die genaue Bestehensgrenze und die Bearbeitungszeit legen die Verbände DSV und DMYV fest, in der Regel muss ein Großteil der Fragen richtig sein. Verbindliche Angaben zu Fragenzahl und Grenze bekommst du bei deinem Prüfungsausschuss.

    Was kommt in der SBF-See-Theorie dran?

    Die SBF-See-Theorie deckt eine feste Themenliste ab, die sich direkt aus dem amtlichen Fragenkatalog ergibt. Wer weiß, welche Blöcke es gibt, lernt gezielter statt quer durch den Katalog. Grob sind das:

    • Kollisionsverhütungsregeln (KVR): Ausweichregeln, Vorfahrt und Verhalten bei Begegnungen, logisch hergeleitet im Beitrag KVR Ausweichregeln.
    • Lichter, Schallsignale und Seezeichen: Lichterführung erkennen, Manöversignale zuordnen, laterale und kardinale Betonnung sicher unterscheiden.
    • Navigation auf der Seekarte: Kursdreieck, Besteckrechnung und Kartenarbeit, geübt in SBF See Kartenaufgaben.
    • Wetter, Sicherheit und Umweltschutz: Wetterzeichen deuten, Rettungsmittel kennen, in Notlagen richtig reagieren.
    • Recht und Verantwortung: Pflichten des Schiffsführers, Papiere an Bord, Verhalten gegenüber der Berufsschifffahrt.

    Wie viele Fragen aus welchem Block kommen und mit welchem Gewicht sie zählen, sagt dir verbindlich dein Prüfungsausschuss. Der Fragenkatalog selbst ist amtlich und öffentlich, du lernst also nie gegen ein Überraschungsmoment an.

    Teil 1: Die theoretische Prüfung

    Die Theorieprüfung hat zwei Bestandteile: einen Fragebogen aus dem amtlichen Fragenkatalog und eine Navigationsaufgabe auf der Übungsseekarte.

    Der Fragebogen

    Der Fragebogen besteht aus allgemeinen Basisfragen und aus spezifischen Fragen zum Seebereich. Die Fragen sind Multiple Choice und stammen wörtlich aus dem amtlichen Katalog. Genau das ist deine Chance: Wer den Katalog sicher beherrscht, kennt jede mögliche Frage bereits. Wie du die 1.399 amtlichen Fragen effizient lernst, zeigt der eigene Beitrag dazu.

    Die Navigationsaufgabe

    Auf der Seekarte löst du eine zusammenhängende Navigationsaufgabe: Kurse abtragen, Standort bestimmen, den Einfluss von Wind und Strom berücksichtigen. Dafür brauchst du Anlegedreieck, Zirkel und etwas Übung. Diesen Teil solltest du nicht unterschätzen, er entscheidet bei vielen über das Bestehen.

    Teil 2: Die praktische Prüfung

    Im praktischen Teil zeigst du, dass du ein Boot sicher führen kannst. Geprüft werden vor allem:

    • Knoten: die prüfungsrelevanten Knoten sicher und zügig stecken.
    • Manöver: An- und Ablegen sowie das wichtige Manöver Mensch über Bord.
    • Wissensfragen: der Prüfer stellt mündlich Fragen zur Sicherheit an Bord und zum Verhalten auf dem Wasser.

    Was du am Prüfungstag dabei haben musst

    • ein gültiges Ausweisdokument,
    • den Nachweis über den Sehtest,
    • gegebenenfalls das Anmeldeformular des Prüfungsausschusses,
    • eigenes Zeichenmaterial für die Kartenaufgabe, falls gefordert.

    Die häufigsten Stolperfallen

    • Navigationsaufgabe unter Zeitdruck: Wer das Kursabtragen erst am Prüfungstag übt, verliert wertvolle Minuten.
    • Knoten nur theoretisch gelernt: Knoten muss man mit den Händen können, nicht nur erkennen.
    • Basisfragen vernachlässigt: Sie wirken einfach, machen aber einen großen Teil des Fragebogens aus.

    So bereitest du dich optimal vor

    Trenne Theorie und Praxis sauber. Für die Theorie übst du den Fragenkatalog regelmäßig, am besten im Wechsel aus Trainings- und Prüfungsmodus. Einen kompletten Fahrplan liefert der Lernplan in vier Schritten. Wie viel Zeit du einplanen solltest, zeigt Wie lange dauert der SBF See, und falls es beim ersten Mal nicht klappt, hilft SBF See durchgefallen beim zweiten Versuch. Mit Bootsprüfung Digital simulierst du die Prüfungssituation, bis sie sich vertraut anfühlt.

    Hinweis: Die genauen Prüfungsmodalitäten legen die Verbände DSV und DMYV fest. Verbindliche Auskünfte zu Terminen und Ablauf gibt dein Prüfungsausschuss.

    Häufige Fragen

    Wie läuft die SBF-See-Prüfung ab?

    Sie besteht aus einem theoretischen Teil, einem Fragebogen aus dem amtlichen Katalog plus einer Navigationsaufgabe auf der Seekarte, und einem praktischen Teil mit Knoten, Manövern und mündlichen Wissensfragen. Beide Teile musst du bestehen.

    Was wird in der Theorieprüfung gefragt?

    Multiple-Choice-Fragen aus dem amtlichen Fragenkatalog, aufgeteilt in allgemeine Basisfragen und spezifische Seefragen, ergänzt um eine Navigationsaufgabe auf der Übungskarte. Alle Fragen stammen wörtlich aus dem offiziellen Katalog.

    Wie schwer ist die Navigationsaufgabe?

    Mit Übung ist sie gut machbar. Du trägst Kurse ab, bestimmst Positionen und berücksichtigst Wind und Strom. Wer das Kursdreieck ein paar Mal in Ruhe geübt hat, schafft die Aufgabe sicher im Zeitrahmen.

    Wie viele Knoten muss ich für den SBF See können?

    Du musst die prüfungsrelevanten Knoten sicher stecken können, nicht nur erkennen. Übe sie so lange mit den Händen, bis sie ohne Nachdenken sitzen. Welche Knoten gefordert sind, sagt dir dein Prüfungsausschuss.

    Welche Themen kommen in der SBF-See-Theorie vor?

    Die Theorie umfasst die Kollisionsverhütungsregeln, Lichter und Schallsignale, Seezeichen und Betonnung, die Navigation auf der Seekarte sowie Wetter, Sicherheit, Umweltschutz und die rechtlichen Pflichten des Schiffsführers. Alle Fragen stammen wörtlich aus dem amtlichen Katalog, echte Überraschungen gibt es in der Prüfung daher nicht.