Zurück zum Blog

    1. Juli 2026

    SBF See Kartenaufgaben üben: Navigation Schritt für Schritt

    Die Kartenaufgabe ist für viele der Angstgegner in der SBF-See-Prüfung. Dabei ist sie mit etwas Übung gut beherrschbar, denn sie folgt jedes Mal demselben Muster. Wer Kursdreieck und Zirkel sicher führt und die Reihenfolge der Teilaufgaben kennt, löst die Navigationsaufgabe ruhig und im Zeitrahmen. Dieser Beitrag zeigt dir Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

    Was in der Navigationsaufgabe verlangt wird

    In der Theorieprüfung des SBF See löst du auf einer amtlichen Übungsseekarte eine zusammenhängende Navigationsaufgabe mit mehreren Teilfragen. In der Regel geht es darum, Kurse abzutragen, Positionen zu bestimmen und den Einfluss von Wind und Strömung zu berücksichtigen. Die einzelnen Teilaufgaben bauen aufeinander auf, ein Fehler am Anfang zieht sich also durch. Genau deshalb lohnt sich sauberes, ruhiges Arbeiten.

    Die Übungskarte D49

    Geübt und geprüft wird auf der amtlichen Übungskarte, die viele unter dem Kürzel D49 kennen, einer Trainingskarte rund um eine fiktive Förde. Sie bildet keine reale Küste ab, sondern ist speziell für die Prüfung gemacht. Besorge dir genau diese Karte zum Üben, denn Maßstab, Kompassrose und Tiefenangaben musst du im Schlaf finden. Welche Ausgabe aktuell gilt, erfährst du bei deinem Prüfungsausschuss oder über ELWIS.

    Das brauchst du an Zeichenmaterial

    • Anlegedreieck (Kursdreieck): zum Abtragen und Ablesen von Kursen.
    • Zirkel: zum Abgreifen von Distanzen an der seitlichen Breitenskala.
    • Bleistift und Radiergummi: dünn zeichnen, damit du korrigieren kannst.
    • Taschenrechner: für die einfache Besteckrechnung.

    Schritt für Schritt durch eine Kartenaufgabe

    1. Aufgabe komplett lesen

    Lies zuerst alle Teilfragen, bevor du zeichnest. So erkennst du, welche Angabe zu welcher Aufgabe gehört, und vermeidest doppelte Arbeit.

    2. Kurse mit dem Kursdreieck abtragen

    Lege das Anlegedreieck an die Kompassrose, übertrage den Kurs an die gewünschte Stelle und zeichne die Linie dünn ein. Achte darauf, ob rechtweisender oder missweisender Kurs gefragt ist.

    3. Distanzen mit dem Zirkel messen

    Greife Strecken immer an der seitlichen Skala (Breitenskala) ab, denn dort entspricht eine Bogenminute einer Seemeile. Die obere und untere Längenskala eignet sich dafür nicht.

    4. Wind und Strom berücksichtigen

    Viele Teilaufgaben fragen nach dem Einfluss von Strom oder Wind. Trage die Versetzung als eigenes Dreieck an und lies den resultierenden Kurs oder die Position ab. Hier steckt die eigentliche Schwierigkeit, also übe diesen Schritt besonders oft.

    5. Ergebnis sauber ablesen und notieren

    Runde erst am Ende, nicht zwischendurch, und schreibe Kurse dreistellig (zum Beispiel 047 Grad). Kontrolliere zum Schluss, ob dein Ergebnis plausibel ist.

    Was hat es mit Aufgabe 12 auf sich?

    Viele Prüflinge suchen gezielt nach einzelnen Teilaufgaben wie der Navigationsaufgabe 12. Solche Nummern beziehen sich meist auf eine bestimmte Teilfrage in einem Übungssatz zur Karte D49. Statt einzelne Nummern auswendig zu lernen, übe lieber die Aufgabentypen: Kurs abtragen, Position bestimmen, Strom und Wind einrechnen. Dann löst du jede Nummer, egal wie sie gestellt ist.

    Häufige Fehler in der Kartenaufgabe

    • Falsche Skala für Distanzen: immer die seitliche Breitenskala nutzen.
    • Kurs verwechselt: rechtweisend, missweisend und Kompasskurs sauber auseinanderhalten.
    • Zu früh gerundet: kleine Rundungen summieren sich zu einem falschen Endergebnis.
    • Unter Zeitdruck geübt: wer das Kursabtragen erst am Prüfungstag versucht, verliert wertvolle Minuten.

    So übst du die Navigation effizient

    Die Kartenaufgabe lernst du nicht durch Lesen, sondern durch Wiederholung mit Karte und Dreieck. Nimm dir ein paar ruhige Übungseinheiten, in denen du komplette Aufgaben von Anfang bis Ende durchrechnest. Parallel hältst du mit Bootsprüfung Digital den theoretischen Fragenteil sicher, sodass du dich am Prüfungstag ganz auf die Karte konzentrieren kannst. Wie der gesamte Prüfungsablauf aussieht und wie du den amtlichen Fragenkatalog effizient lernst, zeigen die passenden Beiträge. Einen kompletten Fahrplan liefert der Lernplan in vier Schritten.

    Häufige Fragen

    Welche Karte brauche ich für die SBF-See-Kartenaufgabe?

    Geübt und geprüft wird auf der amtlichen Übungsseekarte, die viele als D49 kennen. Sie bildet eine fiktive Förde ab und ist speziell für die Prüfung gemacht. Welche Ausgabe aktuell gilt, sagt dir dein Prüfungsausschuss.

    Wie viele Teilaufgaben hat die Navigationsaufgabe?

    In der Regel besteht die Kartenaufgabe aus mehreren aufeinander aufbauenden Teilfragen. Du trägst Kurse ab, bestimmst Positionen und rechnest Wind und Strom ein. Die genaue Zahl kann je nach Prüfungssatz leicht abweichen.

    Womit messe ich Entfernungen auf der Seekarte?

    Distanzen greifst du mit dem Zirkel immer an der seitlichen Breitenskala ab, denn dort entspricht eine Bogenminute genau einer Seemeile. Die obere und untere Längenskala ist dafür nicht geeignet.

    Wie kann ich die Kartenaufgabe am besten üben?

    Durch Wiederholung mit echter Karte, Kursdreieck und Zirkel. Rechne komplette Aufgaben in Ruhe von Anfang bis Ende durch, statt nur zu lesen. Besonders das Einrechnen von Strom und Wind solltest du mehrfach trainieren.