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    19. Juli 2026

    UBI Binnenfunkzeugnis: Inhalte und Prüfungsvorbereitung

    Wer auf Flüssen, Kanälen oder Binnenseen mit einem UKW-Funkgerät funken möchte, braucht dafür das passende Zeugnis: das UBI. Es ist das Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk und ein eigener Schein, unabhängig vom Bootsführerschein. Dieser Beitrag zeigt, was das UBI abdeckt, was in der Prüfung drankommt und wie du dich effizient darauf vorbereitest.

    Was ist das UBI?

    Das UBI ist das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk. Es berechtigt dazu, Funkanlagen auf den Binnenschifffahrtsstraßen zu bedienen, also auf Flüssen wie Rhein, Mosel oder Donau, auf Kanälen und auf vielen Seen. Der Binnenfunk arbeitet mit festen Verkehrskreisen, zum Beispiel Schiff-Schiff, nautischer Informationsfunk und Schiff-Hafenbehörde. Anders als der Seefunk nutzt der Binnenfunk das ATIS-Verfahren (Automatic Transmitter Identification System), das jedes Funkgerät bei der Aussendung automatisch kennzeichnet.

    Wann brauche ich das UBI?

    Sobald eine UKW-Funkanlage an Bord ist und du auf Binnenschifffahrtsstraßen funkst, ist in der Regel das UBI Pflicht. Ob und wo Funk vorgeschrieben ist, hängt vom Revier und vom Fahrzeug ab. Auf manchen Wasserstraßen ist die Teilnahme am nautischen Informationsfunk für bestimmte Fahrzeuge verpflichtend. Verbindliche Auskunft geben das amtliche Portal ELWIS und der zuständige Prüfungsausschuss. Einen Überblick, welcher Schein zu welchem Revier passt, gibt der Guide Welchen Bootsführerschein brauche ich.

    Was in der UBI-Prüfung drankommt

    Die UBI-Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Geprüft werden vor allem:

    • Funkverfahren: der richtige Ablauf von Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen im Binnenfunk.
    • Verkehrskreise und Kanäle: welcher Kanal für welchen Zweck genutzt wird.
    • ATIS und rechtliche Grundlagen: Rufzeichen, Kennung, Frequenzen und die Pflicht zur Geheimhaltung.
    • Praktische Bedienung: eine Meldung nach festem Schema korrekt am Gerät oder Simulator absetzen.

    Theoretischer Teil: der Fragenkatalog

    Der theoretische Teil stützt sich auf einen amtlichen Fragenkatalog. Anders als beim Seefunk spielt Englisch beim UBI keine Rolle, der Binnenfunk läuft auf Deutsch. Das macht das UBI für viele etwas leichter zugänglich als das SRC. Die Fragen wiederholen sich, deshalb lohnt es sich, sie mit gezielter Wiederholung statt stumpfem Auswendiglernen zu üben. Wie das systematisch geht, zeigt der Beitrag amtlichen Fragenkatalog effizient lernen.

    Praktischer Teil: am Funkgerät

    Im praktischen Teil zeigst du, dass du eine Funkanlage bedienen kannst: eine Meldung nach festem Schema absetzen, den richtigen Kanal wählen und auf Anrufe reagieren. Geübt und geprüft wird meist an einem Funksimulator. Die Handgriffe sollten sitzen, deshalb übst du den Ablauf am besten so oft, bis er ohne Nachdenken läuft.

    UBI und SRC zusammen machen?

    Wer sowohl auf Binnengewässern als auch auf See funkt, kann UBI und SRC kombinieren. Ein Teil der Grundlagen überschneidet sich, deshalb ist der Mehraufwand für das zweite Zeugnis überschaubar. Welcher der beiden Scheine für dich Pflicht ist, klärt der Vergleich SRC oder UBI. Den Einstieg ins Seefunkzeugnis beschreibt der Beitrag SRC Funkzeugnis, und wie du Funkfragen sinnvoll in deinen Lernplan einbaust, zeigt SRC, UBI, LRC gezielt trainieren.

    Wer nimmt die Prüfung ab?

    Die UBI-Prüfung wird vom zuständigen Prüfungsausschuss abgenommen, für den Binnenfunk in der Regel unter dem Dach des DMYV. Die genauen Gebühren, Termine und Anmeldeformalitäten erfährst du dort. Rechne mit einer separaten Prüfungsgebühr zusätzlich zum Bootsführerschein, denn das Funkzeugnis ist ein eigener Schein.

    So bereitest du dich effizient vor

    Trenne Theorie und Praxis. Für die Theorie übst du den Fragenkatalog in kurzen, regelmäßigen Einheiten mit Spaced Repetition, für die Praxis spielst du die Meldungsabläufe immer wieder durch. Mit Bootsprüfung Digital übst du die amtlichen Funkfragen für SRC, UBI und LRC mit Erklärungen, Trainings- und Prüfungsmodus und automatischer Wiederholung, offline, ohne Account und mit einmaligem Kauf.

    Häufige Fragen

    Wofür brauche ich das UBI?

    Das UBI brauchst du, sobald du auf Binnenschifffahrtsstraßen eine UKW-Funkanlage bedienst, also auf Flüssen, Kanälen und vielen Seen. Es ist das Sprechfunkzeugnis für den Binnenfunk und ein eigener Schein, unabhängig vom Bootsführerschein. Für den Seefunk gilt stattdessen das SRC.

    Was ist der Unterschied zwischen UBI und SRC?

    Das UBI gilt für den Binnenfunk, das SRC für den Seefunk. Technisch nutzt der Binnenfunk das ATIS-Verfahren, der Seefunk dagegen DSC. Das UBI läuft komplett auf Deutsch, beim SRC gehören englische Standardmeldungen dazu. Beide Zeugnisse lassen sich kombinieren.

    Ist die UBI-Prüfung auf Englisch?

    Nein. Der Binnenschifffahrtsfunk läuft auf Deutsch, deshalb gibt es beim UBI keinen englischen Prüfungsteil. Das unterscheidet es vom SRC, bei dem englische Standardformulierungen zum Stoff gehören. Für viele ist das UBI dadurch etwas leichter zugänglich.

    Woraus besteht die UBI-Prüfung?

    Aus einem theoretischen Teil mit amtlichem Fragenkatalog und einem praktischen Teil am Funkgerät oder Simulator. Geprüft werden Funkverfahren, Verkehrskreise und Kanäle, das ATIS-Verfahren, rechtliche Grundlagen und das korrekte Absetzen von Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen.